Bianco Sardo ist ein weißgrauer sardischer Granit mit schwarzer Sprenkelung und sehr klassischer, ausgewogener Optik. Bei ROSSITTIS wird er für Fliesen, Treppen, Fensterbänke und belastbare Innen- wie Außenflächen seit Jahren als zuverlässiger Architekturgranit geführt.
Granit
Italien
Verfügbar als: Platten, Sockelleisten, Terrassenplatten, Fliesen und Boden
Bianco Sardo ist einer der italienischen Granite, die nicht durch spektakuläre Aderung, sondern durch ausgewogene Ruhe überzeugen. Das Bild zeigt ein hellgraues bis weißgraues Grundfeld mit schwarzen und dunkelgrauen Einsprenglingen. Dadurch wirkt der Stein freundlich, mineralisch und erstaunlich vielseitig. Genau das macht ihn für Böden, Treppen, Fensterbänke, Wandverkleidungen und viele klassische Bauaufgaben so attraktiv. Als weißgrauer Granit fügt sich Bianco Sardo sowohl in moderne als auch in konventionelle Architektur ein, ohne modisch zu werden.
Der Stein stammt aus Sardinien, genauer aus der Gallura im Norden der Insel. Petrographisch handelt es sich um Granit und damit um ein magmatisches Tiefengestein mit entsprechend robuster Struktur. Im Vergleich zu Padang TG34 wirkt Bianco Sardo etwas wärmer und mediterraner, im Vergleich zu sehr hellen weißen Graniten nicht so steril. Genau diese Mitte ist oft sein Vorteil: genügend Helligkeit für freundliche Flächen, aber genug Körnung, um im Alltag unempfindlich und verlässlich zu bleiben.
Technisch ist Bianco Sardo solide aufgestellt: Die Rohdichte liegt bei 2.620–2.645 kg/m³, die Druckfestigkeit bei 178,0–181,4 MPa, die Biegezugfestigkeit bei 10,8–11,8 MPa und die Wasseraufnahme bei 0,2–0,3 %. Damit gehört er klar in die Gruppe der belastbaren, alltagstauglichen Architekturgranite. Für Innenräume, Treppen, Fensterbänke und viele Außenanwendungen ist das ein sehr brauchbares Profil. Er ist kein Exotenstein mit Extremwerten, aber ein klassischer Granit, der seit Jahrzehnten gerade wegen seiner Verlässlichkeit eingesetzt wird.
Poliert wirkt Bianco Sardo etwas heller und präziser, geschliffen ruhiger und bodentauglicher. Geflammte oder sandgestrahlte Oberflächen sind für Außenstufen und Terrassen naheliegend, gebürstet funktioniert dort, wo eine natürlichere Haptik gewünscht ist. Bei ROSSITTIS ist Bianco Sardo als Rohplatte, in Granitfliesen, als Tritt- und Setzstufe, Fensterbank, Sockelleiste, Wandbekleidung und als maßgefertigte Arbeitsplatte verfügbar. Als Alternative zu Rosa Beta ist er neutraler, als Alternative zu Padang etwas italienischer und im Kornbild klassischer.
Die ehrliche Einschätzung: Bianco Sardo ist kein Stein, der sich über Spektakel verkauft. Seine Stärke liegt in Alltagstauglichkeit, Herkunft, klarer Verfügbarkeit und einer Optik, die auch auf Dauer funktioniert. Wer Exklusivität oder außergewöhnliche Zeichnung sucht, wird woanders fündig. Wer einen seriösen weißgrauen Granit für dauerhaft belastbare Bauflächen braucht, liegt hier sehr richtig.
Oberflächen
Bianco Sardo ist in verschiedenen Oberflächenbearbeitungen erhältlich. Die Wahl der Oberfläche beeinflusst Optik, Haptik und Pflegeaufwand.
Poliert
Poliert erscheint Bianco Sardo heller, klarer und etwas eleganter. Diese Oberfläche passt zu Fensterbänken, Innenräumen und klassischen Küchenarbeitsplatten.
Geschliffen
Geschliffen wirkt der Granit ruhiger und weniger spiegelnd. Für Böden und größere Flächen ist das häufig die ausgewogenste Variante.
Geflammt
Geflammt wird die Oberfläche rau und rutschhemmend. Für Außentreppen, Terrassen und Eingangsbereiche ist das die funktionale Standardoberfläche.
Sandgestrahlt
Sandgestrahlt bleibt Bianco Sardo technisch, gleichmäßig und griffig. Das eignet sich gut für zeitlose Außenarchitektur.
Gebürstet
Gebürstet bekommt der Stein eine natürlichere Haptik, ohne seine Ruhe zu verlieren. Das ist interessant für Innenräume mit etwas mehr Materialcharakter.
Pflege & Verarbeitung
Bianco Sardo ist pflegeleicht, sollte aber nach der Verlegung imprägniert werden. Gerade helle oder mittelhelle Granite profitieren davon, weil sich das Reinigen und Pflegen im Alltag deutlich vereinfacht.
Zum Reinigen und Pflegen genügen pH-neutrale Natursteinreiniger, warmes Wasser und ein weiches Tuch. Auf polierten Flächen sollte regelmäßig nachgetrocknet werden, damit keine Kalkränder stehen bleiben.
Vermeiden Sie aggressive Spezialreiniger und unnötig scheuernde Pads. Kaffee, Wein oder Öl sollten Sie auf Küchenarbeitsplatten zwar nicht stundenlang stehen lassen, Bianco Sardo ist im Vergleich zu Marmor oder Kalkstein aber deutlich entspannter.
Im Außenbereich sind saubere Entwässerung, regelmäßiges Reinigen und zurückhaltender Tausalzeinsatz sinnvoll. Technisch ist der Granit robust, optisch altern verschmutzte raue Oberflächen jedoch schneller als gepflegte.
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Häufige Fragen
Ist Bianco Sardo für die Küche geeignet?
Ja. Bianco Sardo erreicht 2.620–2.645 kg/m³ Rohdichte, 178,0–181,4 MPa Druckfestigkeit und 0,2–0,3 % Wasseraufnahme. Damit ist er ein sehr solider Granit für Küchenarbeitsplatten.
Welche Oberflächen gibt es bei Bianco Sardo?
Typisch sind poliert, geschliffen, geflammt, sandgestrahlt und gebürstet. Poliert ist für Innenräume klassisch, geschliffen ruhig und zeitlos, geflammt oder sandgestrahlt passen zu Außentreppen und Terrassen.
Woher kommt Bianco Sardo?
Bianco Sardo stammt aus Sardinien, aus der Gallura im Norden der Insel. Damit gehört er zu den klassischen italienischen Graniten im deutschsprachigen Markt.
Wie reinige ich Bianco Sardo richtig?
Zum Reinigen und Pflegen reicht ein pH-neutraler Natursteinreiniger mit weichem Tuch oder Mikrofasertuch. Auf helleren Graniten lohnt sich eine regelmäßige Unterhaltsreinigung, damit keine Schmutzfilme oder Kalkränder sichtbar werden.
Was kostet Bianco Sardo?
Bianco Sardo liegt meist im mittleren Segment. Durch seine gute Verfügbarkeit ist er oft wirtschaftlicher als exotische Importgranite, ohne auf die technische Alltagstauglichkeit zu verzichten.
Ist Bianco Sardo frostbeständig?
Ja, Bianco Sardo ist für den Außenbereich gut geeignet. Die Wasseraufnahme von 0,2–0,3 % und die generelle Außeneignung machen ihn zu einem bewährten Granit für Fensterbänke, Stufen und andere Außenbauteile.
Bianco Sardo oder Padang – was ist besser?
Padang ist oft etwas technischer und objektbezogener, Bianco Sardo wirkt mediterraner und klassischer italienisch. Beide sind solide Granite; die Entscheidung fällt meist über Kornbild, Herkunft und Gestaltungsziel.